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Carola ist eine von vielen Frauen, die bereits früh lernte, im Sinne der
anderen zu funktionieren, denen sie grundsätzlich viel mehr zutraute
als sich selbst. Viele Eigenheiten ließ sie sich abgewöhnen und übernahm
diejenigen Verhaltensweisen und Umgangsformen, von denen sie hoffte, sie
würden sie liebenswert machen. Ihr Lebens-Hunger machte sich zwar als
eine unbestimmte Sehnsucht bemerkbar, doch sie wagte es nicht, diese
Sehnsucht wahrzunehmen und zu leben. So enteignete sie sich in einer
geradezu selbstzerstörerischen Art und Weise ihrer eigenen Wurzeln. Übrig
blieb ein Scheinleben ohne Farbe und Würze in einer trügerischen
„Sicherheit“ und ohne den Mut, ihren eigenen Bedürfnissen zu
folgen. Erst
mit 40 und im Angesicht ihrer Diagnose „Brustkrebs“ konnte sie allmählich
zulassen, Liebe für sich selbst und Mitgefühl ihren eigenen Unzulänglichkeiten
gegenüber zu empfinden – ihre innere Sehnsucht, ihr „Lebensfeuer“
wachsen zu lassen, das in einer ganz eigenen und unverwechselbaren Art
und Weise brennen wollte, um schließlich ihre eigene Wahrheit
freizulegen. Diese doch noch gefunden zu haben, wenn auch erst durch
ihren schwierigen und oft leidvollen Weg, war Carolas Geschenk ihres
Lebens. |
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Rakuna |
Leseprobe (in Kürze) |