Satanisten sind pragmatische, rationale Freidenker, die nach individuellem Selbstausdruck, der produktiven Entfaltung ihres inhärenten Potentials und der Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele streben. Sie leben und genießen ihr Leben nach eigenem Ermessen gemäß ihrem Willen und ihren persönlichen Vorstellungen, in Anlehnung an die wahre menschliche Natur, ohne Einschränkung durch künstliche Moral oder unnatürliche Glaubenssätze, übernehmen als ihr eigener Gott die volle Verantwortung für ihr Leben und ihre Handlungen, und machen sich die menschlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Realitäten zunutze, um größtmögliche persönliche Vorteile und maximalen Komfort für ihr Leben daraus zu ziehen. Dieses Buch vermittelt die Hintergründe und Feinheiten der Religion und Philosophie des Satanismus.

Aus dem Inhalt:
·  DIE GRUNDLAGEN DES SATANISMUS
·  ANTON LAVEY UND DIE CHURCH OF SATAN
·  KREATIVES AUSSENSEITERTUM
·  SOZIAL-DARWINISMUS
·  POLITIK UND GESELLSCHAFT
·  MAGISCHE RITUALE
·  FRAGEN UND ANTWORTEN
·  UVM.

Lars Peter Kronlob
Die Philosophie des Satanismus
Vorwort von Oliver Fehn
Nachwort von Chris Redstar
2. Auflage
Edition Esoterick, Siegburg 2009
ISBN-13: 978-3-936830-33-0
ISBN-10: 3-936830-33-9
136 Seiten, Paperback
Preis: EUR 16,
66 (E-Book EUR 6,66)

Leseprobe

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Stimmen zum Buch

»Schlägt man den schlichten Einband auf, empfängt den Leser ein ebenso schlichtes Vorwort von Oliver Fehn. Schlicht im Sinne von: seine Begeisterung über das Buch ohne Ausschmückungen auf den Punkt gebracht und begründet, indem er die Stellung des Satanismus im alltäglichen menschlichen Leben aufzeigt. Weiterhin schlicht im Sinne von: Oliver Fehns Worte machen schlicht, kurz und bündig Lust auf mehr.

So geht es in klaren Worten Lars Kronlobs weiter, und allein die Klarheit der Worte spiegelt einen Eindruck dessen, was der Autor dem Leser zu sagen hat. In einer prägnanten Einführung erläutert der Autor Begriff und Wesen des Satanismus von seiner Entstehung bis heute, sowie seine Bedeutung für die Gesellschaft und den einzelnen Menschen. Der Gott der Religionen und die zahlreichen Götter einer oberflächlichen Konsumgesellschaft werden der Individualität des Menschen gegenübergestellt.

Es folgen Hintergrundinformationen zu LaVey und eine Aufschlüsselung seiner Gedankengänge, die Satan als treibende Kraft zur menschlichen und natürlichen Entwicklung darstellen. Deutlich wird auch darauf eingegangen, dass die Bewegung des Satanismus zwar als Religion betrachtet werden kann, dass aber der eigentliche Satanismus der innerste Kern des Menschen ist. Satan wird als Archetypus der Naturkräfte dargestellt und somit als der des menschlichen, unverfälschten Selbst. Zusammenfassend: Satan ist Natur (-gesetz), kennt keine äußere Autorität oder Macht und befindet sich damit jenseits von Gut und Böse. Ziel des Satanisten also, sich selbst von allem zu befreien, was nicht zum eigenen, innersten Kern gehört, weg vom Scheinindividualismus, weg vom Herdenverhalten, hinein ins eigene Leben.
Ebenso wird darauf eingegangen, warum Satan als Widersacher und Sündenbock der Kirche / der monotheistischen Religionen gilt – wie sonst sollte ein gütiger Gott in einer Welt mit so viel Leid glaubhaft und mit einer reinen Weste bestehen können, wie sonst könnte er abartige Regeln und Gesetze aufstellen, hätte er nicht einen Schuldigen für alles, was er Übel nennt, usw.

Für einen Satanisten oder jemanden, der sich theoretisch oder praktisch intensiv mit dem echten Mensch-Sein im Leben auseinandersetzt, sicher nichts Neues. Dennoch sehr interessant zu lesen, immer im Bezug zu Mensch, Gesellschaft und Alltag und mit verschiedenen, teils trocken-humorvollen bis ironischen Betrachtungsweisen und Beispielen versehen, die sicher nicht jeder schon selbst gehabt hat, die sich aber mühelos nachvollziehen und weiterverfolgen lassen – am eigenen Leben.

Im Anschluss geht der Autor näher auf die 9 satanischen Grundsätze und ihre Missverständnisse ein. Er sieht diese keineswegs im Widerspruch zu den kirchlichen Geboten, weil sie denen etwas entgegensetzen wollen (was nach den vorangegangenen Ausführungen auch ziemlich unsatanisch anmuten würde). Vielmehr definiert er sie als einen natürlichen Widerspruch, da die Individualität nun mal im strikten Gegensatz zur kirchlichen Moral und dem Herdenverhalten der Gläubigen steht, was er als menschlich widernatürlich bezeichnet. Das Natürliche dagegen wird in den satanischen Grundsätzen auf den Punkt gebracht – nämlich das Integrieren der lebendigen, schöpferischen Kraft, im Einklang mit dem Atem der Schöpfung.
Dazu werden angeführt die bewusste Hingabe in jeder Lebenssituation, das reine Fühlen & Wahrnehmen, was schließlich eine Sinnessteigerung und -verfeinerung zur Folge hat. Weiterhin, die Dinge unverfälscht wahrzunehmen, statt durch die üblichen Schablonen. Die Liebe als der eigene Wille definiert, hier in Form von emotionaler Ehrlichkeit, wie Lars Kronlob es bezeichnet. Der natürliche Selbsterhaltungstrieb, der keinen Platz für Unterdrückung lässt. Verantwortungsbewußtsein im Sinne von: das bewusste Wort und die bewusste Ant-Wort, bewusste Aktion und Reaktion. Das krank machende Sündenbewusstsein abzulegen, statt dessen innere Stabilität durch das Leben der Emotionen.

Besonders interessant: die Gedanken zum Tier im Menschen und seiner geistigen Entwicklungsfähigkeiten. Wie lassen sich die animalischen Triebe und das Göttliche, Höhere im Menschen miteinander vereinbaren? Mir fielen an dieser Stelle die alten Ägypter ein, die offensichtlich um das Geheimnis der Vereinigung dieser scheinbar widersprüchlichen Aspekte im Menschen wussten, betrachtet man sich die Götterdarstellungen mit den verschiedenen tierischen Zügen. So stellt sich die Verschmelzung des Tieres und des Gottes im Menschen gleichzeitig als ein in die Tiefe verwurzeln wie ein sich erheben im Geist dar. Durchaus lesenswerte Denkanstöße kommen hier zu Wort.

Die Grundidee des Satanismus wird nochmals deutlich anhand LaVeys Leben, seiner Andersartigkeit von Kindheit an, seiner Zusammenarbeit mit Raubtieren und seiner musikalischen Emotions-Zaubereien. Der Leser erfährt hier Vieles über die Beweggründe des Gründers der Church of Satan. Geschichte und Struktur der Church of Satan und die in der Entwicklung daran Beteiligten Personen veranschaulichen die konsequente Umsetzung der Grundidee. Ein Paradebeispiel für ein jedes Individuum. Auch die Frage, wie denn der Satanist eben als Individuum mit einer satanischen Organisation überhaupt zu vereinbaren sind, kommt nicht zu kurz, die Erklärung ist durchaus plausibel und auch auf ähnliche Fragen im alltäglichen Leben übertragbar. Und das Beispiel mit dem schwarzen Schaf, das eigentlich ein Wolf ist, müsst ihr im Kontext einfach selbst lesen.

Zu Mensch, Gesellschaft und Politik: Am Beispiel des Sozial-Darwinismus wird deutlich, wie heute der eigentliche Darwinismus umgekehrt wird, indem über die schwächsten Elemente der Gesellschaft der prinzipiell schwache und leicht zu kontrollierende Mensch ‚herangezüchtet‘ wird. In Bezug auf das eigentliche, natürliche Rudelverhalten wird klar, weshalb daraus nur eine in ihren einzelnen Elementen unselbstständige und unsoziale Gesellschaft resultieren kann – unterstützt von einem demokratischen System und dem Machtmittel Angst. Der Autor spricht sich damit weder gegen sozial schwache Menschen noch gegen die Demokratie an sich aus. Er zeigt die bestehenden Schwachstellen und Unstimmigkeiten auf und nennt Alternativen. Auch, dass der Satanismus sich keineswegs gegen die Kirche richtet wird klar, indem die Berechtigung des Christentums und seiner Institutionen dargestellt wird.

Wie die öffentliche Meinungsmache mittels schubladenorientierter Formulierungen und manipulativem Angst schüren funktioniert, zeigt das Kapitel über eine Berichterstattung des ZDF auf - hier werden die zugrunde liegenden Begebenheiten und das, was der Mediengott daraus macht, gegenübergestellt.

Auf Grundlage der einleitenden Kapitel werden im Anschluss Sinn und Zweck der höheren und der niederen, sowie der rituellen Magie aus satanischer Sicht praxis- und alltagsnah dargestellt. Klischeefragen, die sich eigentlich nach der bisherigen Lektüre nicht mehr stellen dürften, werden abschließend beantwortet. Somit eignet sich das Buch sowohl für eingefleischte Satanisten wie für jene, die sich bisher nicht näher mit dem Thema befasst haben oder bis dato vorgeprägte Meinungen mit sich herum schleppen. Klarer kann der Satanismus kaum erläutert und auf den Punkt gebracht werden. Abgerundet wird das Buch durch das Nachwort Chris Redstars und LaVeys Pentagonalem Revisionismus. Alles in Allem ein in sich stimmiges und schlüssiges Werk und wirklich empfehlenswert. Dass ich persönlich nicht in allen Details mit den Ausführungen übereinstimme, stört dieses Urteil keineswegs, da der Autor einen solchen Anspruch in keinster Weise stellt. Eine Bestätigung der keineswegs dogmatischen Ernsthaftigkeit seiner Worte zu den Grundsätzen des Satanismus und der Individualität des Menschen und damit ein weiterer Pluspunkt für das Buch.
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Yara ©2006
Quelle: Schlangentanz Juni 2006

»Buchgestaltung, Layout und Design sind ansprechend, in sich stimmig und vor allem dem Sujet angemessen. Stilecht sozusagen. Das Buch liest sich flüssig.

Ich möchte anerkennen, daß die Darstellung des Satanismus LaVey’scher Prägung meiner Meinung nach sowohl kohärent, authentisch als auch nicht ohne Überzeugungskraft ist. Das sollte das Ziel des Buches sein, schätze ich, und das ist, finde ich, wirklich gelungen. Auch ich verwende den Terminus Satanismus ausschließlich im LaVey'schen Sinne und wünsche, daß das Buch dazu beiträgt, das Verständnis für die Eigenheiten dieser Lehre zu verbreiten. Ich halte es für wichtig und hilfreich, daß im zunehmenden geistigen Chaos es verbindliche und nachvollziehbare Konturierungen der verschiedenen „Schulen“ gibt. Gerade in dieser Hinsicht schätze ich das Buch sehr. Es wird helfen, zukünftigen mentalen Mischmasch zu vermeiden.

Das Buch, da bin ich mir sicher, wird seinen Platz finden und Gegenstand mancher Diskussionen werden.
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Frank Lerch
Autor von Nightworks, Ouroboros Files u.a.
magie3000.de

»Lars Kronlob ist es ausgezeichnet gelungen, eine vollständige Zusammenfassung und einen weitreichenden Überblick über die Grundlagen des Satanismus im positiven Sinne kurz und auch sehr verständlich zu schreiben. Ich konnte keine inhaltlichen Malheure identifizieren – und ich habe genau gelesen.

Daß er den neuen Gott TV in der Einführung erläutert und auf die Theorien von Jung hingewiesen hat, war ein guter Zug. Der beste Schachzug war, daß er gleich am Anfang mit den üblichen Vorurteilen aufgeräumt hat.

Ich denke, daß es nicht selten ist, daß ein Satanist, der sich stark mit der Materie befaßt, irgendwann dem Drang nachgeht, die 9 Satanischen Aussagen mit mehr Worten als in der Satanischen Bibel auszuformulieren bzw. von der eigenen Warte aus zu interpretieren. Durch das Kapitel fühlt man sich leicht an
»Greetings From Hell« erinnert, wobei Reverend Chris Redstar hoch anzurechnen ist, daß er einen sehr »weltlichen« Satanismus betreibt und der Praxis mehr Gewicht als der Theorie zuspricht.

Die Biographie von LaVey und die Geschichte der Church Of Satan bietet alles, was man wissen sollte. Die aufgeführten Zitate und Textausschnitte aus anderen Quellen sind gewissenhaft und mit gutem Auge ausgewählt.

Besonders mundet mir die Metapher
»schwarzes Schaf/Wolf« im nächsten Kapitel. Der Fingerzeig, welcher die moderne Gesellschaft betrifft, kontrastiert ein wenig mit dem Nachwort von Chris Redstar, auf das ich später noch mal eingehen werde.

Im vierten Kapitel wird das Prinzip, das hinter der Demokratie steckt, gut dargestellt und deutlich gemacht, warum die Demokratie für einige ein Galgen ist. Das hat mir gefallen.

Ein angebrachter Umgang wird mit den Angst-Medien gepflegt. Die
»Abrechnung« mit dem ZDF ist gut von der Feder geflossen.

Zu den magischen Ritualen ist nur zu sagen, daß die Satanische Sicht gut vertreten ist.

Ein Glanzlicht ist natürlich das Nachwort, welches das Buch quasi beendet und eine Brücke von der Theorie zur Praxis schlägt. Um den Fingerzeig bezüglich der Gesellschaft wieder aufzugreifen: Satan hat durchaus das Recht, als Ankläger ob aller Mißstände in der Gesellschaft aufzutreten. Wobei der
»erwachsene« Satanist diese Anklage nicht zu einem zentralen Thema macht – er ist sich dem sozialen Gewebe bewußt, weiß um den Unsinn, der in den Stoff eingepflegt ist, macht sich aber einen passenden Anzug daraus.

Zusammengefaßt ist zu sagen – ich darf mich wiederholen –, daß Lars Kronlob eine exzellente Zusammenfassung der Satanischen Philosophie gelungen ist. Das Buch ist für Anfänger durchaus geeignet und kann mit Sicherheit als infernalischer Wegweiser dienen. Lediglich für den Satanisten mit tieferem Wissen und Erfahrung bietet das Buch nicht viel Neues.
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Emage Diakon
www.emagediakon.com

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