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Stimmen zum Buch
»Schlägt
man den schlichten Einband auf, empfängt den Leser ein ebenso
schlichtes Vorwort von Oliver Fehn. Schlicht im Sinne von: seine
Begeisterung über das Buch ohne Ausschmückungen auf den Punkt gebracht
und begründet, indem er die Stellung des Satanismus im alltäglichen
menschlichen Leben aufzeigt. Weiterhin schlicht im Sinne von: Oliver
Fehns Worte machen schlicht, kurz und bündig Lust auf mehr.
So geht es in klaren Worten Lars Kronlobs weiter, und allein die
Klarheit der Worte spiegelt einen Eindruck dessen, was der Autor dem
Leser zu sagen hat. In einer prägnanten Einführung erläutert der
Autor Begriff und Wesen des Satanismus von seiner Entstehung bis heute,
sowie seine Bedeutung für die Gesellschaft und den einzelnen Menschen.
Der Gott der Religionen und die zahlreichen Götter einer oberflächlichen
Konsumgesellschaft werden der Individualität des Menschen gegenübergestellt.
Es folgen Hintergrundinformationen zu LaVey und eine Aufschlüsselung
seiner Gedankengänge, die Satan als treibende Kraft zur menschlichen
und natürlichen Entwicklung darstellen. Deutlich wird auch darauf
eingegangen, dass die Bewegung des Satanismus zwar als Religion
betrachtet werden kann, dass aber der eigentliche Satanismus der
innerste Kern des Menschen ist. Satan wird als Archetypus der Naturkräfte
dargestellt und somit als der des menschlichen, unverfälschten Selbst.
Zusammenfassend: Satan ist Natur (-gesetz), kennt keine äußere Autorität
oder Macht und befindet sich damit jenseits von Gut und Böse. Ziel des
Satanisten also, sich selbst von allem zu befreien, was nicht zum
eigenen, innersten Kern gehört, weg vom Scheinindividualismus, weg vom
Herdenverhalten, hinein ins eigene Leben.
Ebenso wird darauf eingegangen, warum Satan als Widersacher und Sündenbock
der Kirche / der monotheistischen Religionen gilt – wie sonst sollte
ein gütiger Gott in einer Welt mit so viel Leid glaubhaft und mit einer
reinen Weste bestehen können, wie sonst könnte er abartige Regeln und
Gesetze aufstellen, hätte er nicht einen Schuldigen für alles, was er
Übel nennt, usw.
Für einen Satanisten oder jemanden, der sich theoretisch oder praktisch
intensiv mit dem echten Mensch-Sein im Leben auseinandersetzt, sicher
nichts Neues. Dennoch sehr interessant zu lesen, immer im Bezug zu
Mensch, Gesellschaft und Alltag und mit verschiedenen, teils
trocken-humorvollen bis ironischen Betrachtungsweisen und Beispielen
versehen, die sicher nicht jeder schon selbst gehabt hat, die sich aber
mühelos nachvollziehen und weiterverfolgen lassen – am eigenen Leben.
Im Anschluss geht der Autor näher auf die 9 satanischen Grundsätze und
ihre Missverständnisse ein. Er sieht diese keineswegs im Widerspruch zu
den kirchlichen Geboten, weil sie denen etwas entgegensetzen wollen (was
nach den vorangegangenen Ausführungen auch ziemlich unsatanisch anmuten
würde). Vielmehr definiert er sie als einen natürlichen Widerspruch,
da die Individualität nun mal im strikten Gegensatz zur kirchlichen
Moral und dem Herdenverhalten der Gläubigen steht, was er als
menschlich widernatürlich bezeichnet. Das Natürliche dagegen wird in
den satanischen Grundsätzen auf den Punkt gebracht – nämlich das
Integrieren der lebendigen, schöpferischen Kraft, im Einklang mit dem
Atem der Schöpfung.
Dazu werden angeführt die bewusste Hingabe in jeder Lebenssituation,
das reine Fühlen & Wahrnehmen, was schließlich eine
Sinnessteigerung und -verfeinerung zur Folge hat. Weiterhin, die Dinge
unverfälscht wahrzunehmen, statt durch die üblichen Schablonen. Die
Liebe als der eigene Wille definiert, hier in Form von emotionaler
Ehrlichkeit, wie Lars Kronlob es bezeichnet. Der natürliche
Selbsterhaltungstrieb, der keinen Platz für Unterdrückung lässt.
Verantwortungsbewußtsein im Sinne von: das bewusste Wort und die
bewusste Ant-Wort, bewusste Aktion und Reaktion. Das krank machende Sündenbewusstsein
abzulegen, statt dessen innere Stabilität durch das Leben der
Emotionen.
Besonders interessant: die Gedanken zum Tier im Menschen und seiner
geistigen Entwicklungsfähigkeiten. Wie lassen sich die animalischen
Triebe und das Göttliche, Höhere im Menschen miteinander vereinbaren?
Mir fielen an dieser Stelle die alten Ägypter ein, die offensichtlich
um das Geheimnis der Vereinigung dieser scheinbar widersprüchlichen
Aspekte im Menschen wussten, betrachtet man sich die Götterdarstellungen
mit den verschiedenen tierischen Zügen. So stellt sich die
Verschmelzung des Tieres und des Gottes im Menschen gleichzeitig als ein
in die Tiefe verwurzeln wie ein sich erheben im Geist dar. Durchaus
lesenswerte Denkanstöße kommen hier zu Wort.
Die Grundidee des Satanismus wird nochmals deutlich anhand LaVeys Leben,
seiner Andersartigkeit von Kindheit an, seiner Zusammenarbeit mit
Raubtieren und seiner musikalischen Emotions-Zaubereien. Der Leser erfährt
hier Vieles über die Beweggründe des Gründers der Church of Satan.
Geschichte und Struktur der Church of Satan und die in der Entwicklung
daran Beteiligten Personen veranschaulichen die konsequente Umsetzung
der Grundidee. Ein Paradebeispiel für ein jedes Individuum. Auch die
Frage, wie denn der Satanist eben als Individuum mit einer satanischen
Organisation überhaupt zu vereinbaren sind, kommt nicht zu kurz, die
Erklärung ist durchaus plausibel und auch auf ähnliche Fragen im alltäglichen
Leben übertragbar. Und das Beispiel mit dem schwarzen Schaf, das
eigentlich ein Wolf ist, müsst ihr im Kontext einfach selbst lesen.
Zu Mensch, Gesellschaft und Politik: Am Beispiel des Sozial-Darwinismus
wird deutlich, wie heute der eigentliche Darwinismus umgekehrt wird,
indem über die schwächsten Elemente der Gesellschaft der prinzipiell
schwache und leicht zu kontrollierende Mensch ‚herangezüchtet‘
wird. In Bezug auf das eigentliche, natürliche Rudelverhalten wird
klar, weshalb daraus nur eine in ihren einzelnen Elementen unselbstständige
und unsoziale Gesellschaft resultieren kann – unterstützt von einem
demokratischen System und dem Machtmittel Angst. Der Autor spricht sich
damit weder gegen sozial schwache Menschen noch gegen die Demokratie an
sich aus. Er zeigt die bestehenden Schwachstellen und Unstimmigkeiten
auf und nennt Alternativen. Auch, dass der Satanismus sich keineswegs
gegen die Kirche richtet wird klar, indem die Berechtigung des
Christentums und seiner Institutionen dargestellt wird.
Wie die öffentliche Meinungsmache mittels schubladenorientierter
Formulierungen und manipulativem Angst schüren funktioniert, zeigt das
Kapitel über eine Berichterstattung des ZDF auf - hier werden die
zugrunde liegenden Begebenheiten und das, was der Mediengott daraus
macht, gegenübergestellt.
Auf Grundlage der einleitenden Kapitel werden im Anschluss Sinn und
Zweck der höheren und der niederen, sowie der rituellen Magie aus
satanischer Sicht praxis- und alltagsnah dargestellt. Klischeefragen,
die sich eigentlich nach der bisherigen Lektüre nicht mehr stellen dürften,
werden abschließend beantwortet. Somit eignet sich das Buch sowohl für
eingefleischte Satanisten wie für jene, die sich bisher nicht näher
mit dem Thema befasst haben oder bis dato vorgeprägte Meinungen mit
sich herum schleppen. Klarer kann der Satanismus kaum erläutert und auf
den Punkt gebracht werden. Abgerundet wird das Buch durch das Nachwort
Chris Redstars und LaVeys Pentagonalem Revisionismus. Alles in Allem ein
in sich stimmiges und schlüssiges Werk und wirklich empfehlenswert.
Dass ich persönlich nicht in allen Details mit den Ausführungen übereinstimme,
stört dieses Urteil keineswegs, da der Autor einen solchen Anspruch in
keinster Weise stellt. Eine Bestätigung der keineswegs dogmatischen
Ernsthaftigkeit seiner Worte zu den Grundsätzen des Satanismus und der
Individualität des Menschen und damit ein weiterer Pluspunkt für das
Buch.«
Yara ©2006
Quelle:
Schlangentanz
Juni 2006

»Buchgestaltung,
Layout und Design sind ansprechend, in sich stimmig und vor allem dem
Sujet angemessen. Stilecht sozusagen. Das Buch liest sich flüssig.
Ich möchte anerkennen, daß die Darstellung des Satanismus
LaVey’scher Prägung meiner Meinung nach sowohl kohärent, authentisch
als auch nicht ohne Überzeugungskraft ist. Das sollte das Ziel des
Buches sein, schätze ich, und das ist, finde ich, wirklich gelungen.
Auch ich verwende den Terminus Satanismus ausschließlich im LaVey'schen
Sinne und wünsche, daß das Buch dazu beiträgt, das Verständnis für
die Eigenheiten dieser Lehre zu verbreiten. Ich halte es für wichtig
und hilfreich, daß im zunehmenden geistigen Chaos es verbindliche und
nachvollziehbare Konturierungen der verschiedenen „Schulen“ gibt.
Gerade in dieser Hinsicht schätze ich das Buch sehr. Es wird helfen,
zukünftigen mentalen Mischmasch zu vermeiden.
Das Buch, da bin ich mir sicher, wird seinen Platz finden und Gegenstand
mancher Diskussionen werden.«
Frank
Lerch
Autor von Nightworks, Ouroboros Files u.a.
magie3000.de
»Lars
Kronlob ist es ausgezeichnet gelungen, eine vollständige
Zusammenfassung und einen weitreichenden Überblick über die Grundlagen
des Satanismus im positiven Sinne kurz und auch sehr verständlich zu schreiben. Ich
konnte keine inhaltlichen Malheure identifizieren – und ich habe genau
gelesen.
Daß er den neuen Gott TV in der Einführung erläutert und auf die Theorien von Jung hingewiesen hat, war ein guter Zug. Der beste
Schachzug war, daß er gleich am Anfang mit den üblichen Vorurteilen aufgeräumt hat.
Ich denke, daß es nicht selten ist, daß ein Satanist, der sich stark mit der Materie befaßt, irgendwann dem Drang nachgeht, die 9
Satanischen Aussagen mit mehr Worten als in der Satanischen Bibel
auszuformulieren bzw. von der eigenen Warte aus zu interpretieren. Durch das Kapitel
fühlt man sich leicht an »Greetings From
Hell«
erinnert, wobei
Reverend Chris Redstar hoch anzurechnen ist, daß er einen sehr »weltlichen«
Satanismus
betreibt und der Praxis mehr Gewicht als der Theorie zuspricht.
Die Biographie von LaVey und die Geschichte der Church Of Satan bietet alles, was man wissen sollte. Die aufgeführten Zitate und
Textausschnitte aus anderen Quellen sind gewissenhaft und mit gutem Auge
ausgewählt.
Besonders mundet mir die Metapher »schwarzes
Schaf/Wolf«
im nächsten
Kapitel. Der Fingerzeig, welcher die moderne Gesellschaft betrifft, kontrastiert ein wenig mit dem Nachwort von Chris Redstar, auf das ich
später noch mal eingehen werde.
Im vierten Kapitel wird das Prinzip, das hinter der Demokratie steckt, gut dargestellt und deutlich gemacht, warum die Demokratie für
einige ein Galgen ist. Das hat mir gefallen.
Ein angebrachter Umgang wird mit den Angst-Medien gepflegt. Die »Abrechnung«
mit dem ZDF ist gut von der Feder geflossen.
Zu den magischen Ritualen ist nur zu sagen, daß die Satanische Sicht gut vertreten ist.
Ein Glanzlicht ist natürlich das Nachwort, welches das Buch quasi beendet und eine Brücke von der Theorie zur Praxis schlägt. Um den
Fingerzeig bezüglich der Gesellschaft wieder aufzugreifen: Satan hat durchaus das Recht, als Ankläger ob aller Mißstände in der
Gesellschaft aufzutreten. Wobei der »erwachsene«
Satanist diese Anklage nicht zu einem zentralen Thema macht – er ist sich dem sozialen Gewebe
bewußt, weiß um den Unsinn, der in den Stoff eingepflegt ist, macht sich aber
einen passenden Anzug daraus.
Zusammengefaßt ist zu sagen – ich darf mich wiederholen –, daß Lars
Kronlob eine exzellente Zusammenfassung der Satanischen Philosophie gelungen
ist. Das Buch ist für Anfänger durchaus geeignet und kann mit
Sicherheit als infernalischer Wegweiser dienen. Lediglich für den Satanisten mit
tieferem Wissen und Erfahrung bietet das Buch nicht viel Neues.«
Emage Diakon
www.emagediakon.com
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