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John Miltons Paradise Lost (1667) gehört zu den großen
Klassikern der Weltliteratur. Doch die „alte Sprache“ und der
gewaltige Umfang des Werkes wirkten auf viele Leser des 20. und 21.
Jahrhunderts nur wenig einladend.
Der bekannte Roman- und Sachbuchautor
Oliver Fehn hat Miltons Epos nun in ein modernes Deutsch gebracht –
und dies, ohne sich sklavisch an die Handlung des Originals zu halten. Während
Miltons Kritik am Christentum sich (aus Überlebensgründen) hinter
frommen Bekenntnissen verstecken mußte, wird die Geschichte vom legendären
Kampf zwischen Gut und Böse hier in jenem ketzerischen Tonfall erzählt,
dessen sich wohl auch Milton bedient hätte, wäre er nur „geistig
frei“ gewesen.
Auf
der breiten Palette zwischen pathetisch und rotzfrech bewegt sich Oliver
Fehns Erzählstil, wenn er die Legenden um Satans Verbannung, den „Sündenfall“
und die Vertreibung aus dem Paradies vor den Augen des modernen Lesers
neu erstehen läßt.
Ein
Buch für alle, die Miltons Werk schon immer kennen wollten, ohne es
gelesen zu haben.
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